Ausbildungsrahmenplan & betrieblicher Ausbildungsablauf

Phase 01

Verstehen

Lies den Inhalt aufmerksam. Nimm dir Zeit — hier entsteht die Grundlage für alles weitere.

Grundlage jeder betrieblichen Berufsausbildung ist der Ausbildungsrahmenplan. Er ist Teil der jeweiligen Ausbildungsordnung und dient als Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten. Er stellt sicher, dass Auszubildende eines Berufs bundesweit vergleichbare Ausbildungsinhalte erhalten – unabhängig davon, in welchem Betrieb sie ausgebildet werden.

Wichtig für die Praxis und die Prüfung: Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhalts ist zulässig, soweit betriebliche Besonderheiten dies erfordern. Das bedeutet: Der Ausbildungsbetrieb muss nicht stur die im Rahmenplan vorgesehene Reihenfolge einhalten, sondern darf die Ausbildungsinhalte flexibel an die eigene Auftragslage, Projektzyklen oder personelle Situation anpassen – solange am Ende der Ausbildungszeit alle vorgeschriebenen Inhalte vollständig vermittelt wurden.

Diese Flexibilität erklärt sich daraus, dass unterschiedliche Betriebe unterschiedliche praktische Gelegenheiten bieten, bestimmte Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Eine starre, für alle Betriebe identische zeitliche Vorgabe würde die praxisnahe Ausbildung eher erschweren als fördern. Für Ausbilder bedeutet das: Der Rahmenplan gibt das verbindliche Was, aber nicht zwingend das exakte Wann der Ausbildung vor.

Prüfungsrelevante Inhalte

Die Kernaussagen dieses Themas findest du in der Erklärung oben sowie im Merksatz, Fallbeispiel und der IHK-Prüfungsfrage in den Phasen unten. Detaillierte Formeln, Definitionen und Rechenwege werden schrittweise ergänzt.

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Phase 02

Merken

Lerne diesen Satz auswendig. Er ist dein Anker für die Prüfung.

Der Ausbildungsrahmenplan gibt vor, was gelernt werden muss – wie und wann genau, darf der Betrieb aus guten Gründen anpassen.

Tipps zum Merken: Laut aussprechen, mit eigenen Worten umformulieren, oder in Stichworten notieren.

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Phase 03

Anwenden

Übertrage das Gelernte auf eine realistische Situation. Schreibe deine Lösung auf, bevor du die Musterlösung ansiehst.

Fallbeispiel

Ein Marketingunternehmen bildet Kaufleute für Marketingkommunikation aus. Im dritten Ausbildungsjahr steht laut Ausbildungsrahmenplan eigentlich die Vertiefung im Bereich Mediaplanung an. Da das Unternehmen aber gerade eine große Kampagne mit Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit betreut, würde es die Auszubildenden gerne zunächst in diesem Bereich einsetzen.

Aufgabe

Beurteilen Sie, ob eine solche Abweichung von der vorgesehenen zeitlichen Gliederung zulässig ist.

Musterlösung ansehen

Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhalts ist zulässig, soweit betriebliche Besonderheiten dies erfordern. Das Unternehmen darf die Auszubildenden also vorübergehend im Bereich Öffentlichkeitsarbeit einsetzen, wenn dies betrieblich begründet ist – vorausgesetzt, alle im Ausbildungsrahmenplan vorgeschriebenen Inhalte werden im Verlauf der gesamten Ausbildungszeit vollständig vermittelt. Die grundsätzliche inhaltliche Verbindlichkeit des Rahmenplans bleibt bestehen, nur die zeitliche Reihenfolge kann betrieblich angepasst werden.

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Phase 04

Prüfen

Echte IHK-Prüfungsfrage. Beantworte sie schriftlich, dann prüfe deinen Lösungsweg.

IHK-Format

Wie in der echten schriftlichen Prüfung

Der Ausbildungsleiter eines Unternehmens ist unsicher, wie verbindlich der Ausbildungsrahmenplan tatsächlich ist. a) Erläutern Sie die grundsätzliche Funktion des Ausbildungsrahmenplans. b) Unter welcher Voraussetzung ist eine abweichende sachliche und zeitliche Gliederung der Ausbildungsinhalte zulässig? c) Nennen Sie einen Grund, warum eine gewisse Flexibilität bei der zeitlichen Umsetzung für Ausbildungsbetriebe sinnvoll ist.

Lösungsweg ansehen
  1. Der Ausbildungsrahmenplan ist eine Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Vermittlung der in der Ausbildungsordnung festgelegten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten – er stellt sicher, dass alle Auszubildenden eines Berufs bundesweit vergleichbare Ausbildungsinhalte vermittelt bekommen.
  2. Eine abweichende Gliederung ist zulässig, soweit betriebliche Besonderheiten dies erfordern – die inhaltliche Vollständigkeit über die gesamte Ausbildungsdauer hinweg muss dabei aber gewährleistet bleiben.
  3. Betriebe haben unterschiedliche Auftragslagen, Projektzyklen und Personalkonstellationen. Eine starre, für alle Betriebe identische zeitliche Vorgabe würde die praktische Ausbildung erschweren; die Flexibilität erlaubt es, Ausbildungsinhalte dann zu vermitteln, wenn im Betrieb passende praktische Gelegenheiten dafür bestehen.

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